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3.12.2025
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Nachhaltigkeit ist heute kein Randthema mehr. Sie ist gleichzeitig regulatorisch aufgeladen, strategisch relevant und operativ anspruchsvoll. ESG berührt Investitionsentscheidungen, Risikobewertungen, Geschäftsmodelle und Unternehmenskultur – und damit zentrale Führungsfragen.
Und doch zeigt sich in der Praxis immer wieder dasselbe Bild: Unternehmen verfügen über Strategien, Roadmaps, Wesentlichkeitsanalysen und Berichte. ESG ist formal verankert – aber erstaunlich häufig ohne echte Steuerungswirkung.
Der Grund dafür ist selten ein Mangel an Standards, Daten oder Tools. ESG scheitert nicht an Methodik. ESG scheitert an Leadership.
Orientierung für diesen Beitrag
Strategie, Struktur und Kultur sind notwendige Voraussetzungen für Transformation – aber erst Leadership verbindet sie.
Im ESG-Kontext bedeutet das:
Viele Organisationen arbeiten intensiv an diesen drei Ebenen – jedoch häufig isoliert. Nachhaltigkeitsstrategien existieren neben der Unternehmensstrategie, ESG-Gremien neben bestehenden Entscheidungsstrukturen, Reportingprozesse neben dem operativen Controlling.
Was fehlt, ist die integrierende Führungsleistung, die ESG in den Kern unternehmerischer Entscheidungen überführt. Leadership wirkt hier nicht als zusätzlicher Baustein, sondern als Katalysator:
Sie sorgt dafür, dass ESG nicht nur beschrieben, sondern geführt wird.
In der Beratungspraxis zeigt sich ein wiederkehrendes Muster – unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche:
Diese Symptome weisen nicht auf ein Umsetzungs-, sondern auf ein Führungsproblem hin.
Denn ESG erfordert Entscheidungen unter Unsicherheit:
Ohne klare Antworten entsteht ein organisationaler Schwebezustand:
ESG ist überall präsent – aber nirgendwo wirklich entscheidungsrelevant.
Aktuell wird ESG Governance häufig strukturell gedacht: Ausschüsse, Policies, Zuständigkeiten, Tool-Landschaften. Diese Elemente sind wichtig – entfalten aber nur dann Wirkung, wenn sie durch Leadership aktiviert werden.
Wirksame ESG Governance zeichnet sich nicht durch Komplexität aus, sondern durch Klarheit:
Leadership bedeutet in diesem Kontext nicht Mikromanagement, sondern Richtungssicherheit. Führungskräfte definieren, welche ESG-Themen Vorrang haben – und verteidigen diese Prioritäten auch dann, wenn es unbequem wird.
Ein zentraler Unterschied zwischen reifem und unreifem ESG-Management liegt im Umgang mit Reporting. In vielen Organisationen wird Reporting als Endpunkt verstanden. In führungsstarken Organisationen ist es Ausgangspunkt.
Der Perspektivwechsel bedeutet:
Standards und Systeme wie CSRD, VSME, EcoVadis oder CDP schaffen Struktur und Vergleichbarkeit. Sie ersetzen jedoch keine Führungsentscheidung darüber, welche Informationen entscheidungsrelevant sind – und welche lediglich dokumentiert werden. Leadership zeigt sich hier in der Fähigkeit, Reporting zu fokussieren, zu priorisieren, und konsequent an strategische Fragestellungen rückzukoppeln.
Besonders deutlich wird die Führungsdimension bei Klimazielen.
Wissenschaftsbasierte Zielsetzungen (z. B. SBTi) haben ihren Wert – aber nur, wenn sie geführt werden.
Zwei Extreme sind gleichermaßen problematisch:
Leadership liegt im bewussten Austarieren dieser Spannung. Das erfordert:
Nachhaltigkeitsführung ist somitkein Kommunikationsakt, sondern ein kontinuierlicher Entscheidungsprozess.
Aus unserer Sicht liegt der entscheidende Unterschied nicht darin, ob Unternehmen ESG betreiben, sondern wie führungswirksam sie es tun. Wir beobachten aktuell eine klare Trennlinie – insbesondere im Mittelstand und im Private-Equity-Umfeld:
Architekturen schaffen Ordnung. Steuerungsfähigkeit schafft Wirkung. Gute und erfolgreiche Leadership zeigt sich dabei im ESG-Kontext nicht primär in Statements oder Leitbildern, sondern in drei messbaren Signalen:
„ESG scheitert selten an fehlenden Daten – sondern daran, dass niemand verbindlich entscheidet, was wichtiger ist als alles andere.“
- Kevin Möller, CEO Five Glaciers Consulting
Leadership lässt sich nicht delegieren – auch nicht im ESG-Kontext. Der Mehrwert externer Unterstützung liegt daher nicht darin, ESG zu übernehmen, sondern Führung entscheidungsfähig zu machen.
Five Glaciers Consulting versteht sich bewusst als strategischer Sparringspartner: Wir helfen, Prioritäten zu klären, Zielkonflikte zu strukturieren und ESG Governance auf Steuerungsfähigkeit auszurichten – nicht auf maximale Formalisierung.
Nachhaltigkeit ist kein methodisches Problem. Sie ist ein Leadership-Thema.
Unternehmen, die ESG als Führungsaufgabe begreifen, schaffen Orientierung in einem zunehmend komplexen Umfeld. Sie nutzen Governance nicht als Kontrollinstrument, sondern als Steuerungslogik. Und sie verstehen Reporting nicht als Pflicht, sondern als Ausdruck strategischer Klarheit. Der Unterschied ist fundamental: zwischen Organisationen, die Nachhaltigkeit verwalten, und solchen, die sie gestalten.

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