
Der Begriff Tank-to-Wheel (TTW) beschreibt die Emissionen, die während des eigentlichen Fahrbetriebs eines Fahrzeugs entstehen. Er umfasst ausschließlich die direkten Auspuffemissionen – also CO₂, Stickoxide oder Partikel – die durch die Verbrennung von Kraftstoff oder den Energieeinsatz im Antrieb entstehen. Anders als der Well-to-Wheel-Ansatz (WTW) oder die Lebenszyklusanalyse (LCA) betrachtet TTW keine Vorketten-Emissionen aus Förderung, Verarbeitung oder Transport von Energieträgern.
Damit bildet TTW einen wichtigen, aber begrenzten Teil der Gesamtbewertung der Klimawirkung von Fahrzeugen.
Der TTW-Ansatz ist ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht, die direkten Emissionen von Fahrzeugen zu erfassen. Er beschränkt sich auf das, was im Fahrbetrieb tatsächlich am Auspuff oder im Antrieb passiert – also auf die Emissionen, die unmittelbar beim Fahren entstehen.
Besonders relevant ist TTW in zwei Bereichen:
Damit ist TTW für Politik und Unternehmen ein einfaches, messbares und standardisierbares Kriterium – allerdings nur ein Ausschnitt des Gesamtbildes.
In der Praxis wird TTW häufig eingesetzt, um Emissionen auf Fahrzeugebene zu vergleichen und zu kommunizieren.
Typische Einsatzfelder sind:
Ein anschauliches Beispiel: Ein batterieelektrisches Fahrzeug verursacht im TTW-Bereich keine direkten Emissionen. Dennoch kann seine WTW-Bilanz durch den Strommix und die Batterieproduktion erheblich belastet sein – eine Grenze, die bei der Interpretation von TTW-Ergebnissen berücksichtigt werden muss.
Obwohl TTW viele Vorteile hat, stößt der Ansatz methodisch an klare Grenzen.
Damit TTW-Daten richtig genutzt werden, sollten sie immer im Kontext anderer Bewertungsansätze gesehen werden.
Der TTW-Ansatz ist in verschiedene Standards eingebettet, spielt dort aber jeweils eine spezifische Rolle:
Um TTW sinnvoll in die eigene Klimastrategie einzubinden, sind einige pragmatische Schritte hilfreich:


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