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10.7.2026
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EcoVadis veröffentlicht Methodikänderungen quartalsweise als Release Notes. Wer das Rating steuert, braucht dafür kein Lückenwissen, sondern eine Stelle, an der alle Änderungen mit Nummer, Wirksamkeitsdatum und Wirkung nachvollziehbar sind. Dieses Register leistet das und wird nach jedem Release fortgeschrieben.
Die Entwicklungslinie ist über alle Quartale hinweg dieselbe: weg von der Frage, ob eine Maßnahme existiert, hin zur Frage, ob sie belegbar wirkt.
Stand: August 2026 · Registerbeginn: Version 26 (Q3 2024) · Letztes erfasstes Release: 33.3
EcoVadis veröffentlicht Methodikänderungen quartalsweise als Release Notes im Help Center, fortlaufend nummeriert. Jede Änderung nennt ein Wirksamkeitsdatum, ab dem sie im Fragebogen oder in der Bewertungslogik greift. Sie gilt für laufende Bewertungen ab diesem Datum, nicht rückwirkend für abgeschlossene Scorecards — mit dokumentierten Ausnahmen.
Definition: Release Notes
Release Notes sind die offizielle Änderungsdokumentation von EcoVadis. Sie beschreiben je Änderung, was sich ändert, wen es betrifft, welches Ziel dahintersteht und ab wann sie gilt. Der Zugang erfordert einen Login im EcoVadis Help Center. Wichtig für die Planung: Eine Quartalsveröffentlichung enthält regelmäßig Vorankündigungen, deren Wirksamkeitsdatum erst Monate später liegt.
Für die Praxis entscheidend ist eine Unterscheidung, die EcoVadis selbst nicht als Klassifikation führt: Wirkt eine Änderung auf den Score, auf die Datenerhebung oder nur auf die Darstellung? Wir ordnen jede Änderung im Register nach diesen drei Klassen ein. Das ist eine FGC-Einordnung aus der Projekterfahrung, keine Angabe von EcoVadis.
Für mittelständische Unternehmen ist dies die wirtschaftlich relevanteste Entwicklung im Register, und sie läuft in zwei Stufen. Mit Release 30.8 zum 8. Oktober 2025 erkennt EcoVadis den EFRAG-VSME-Standard als validen Nachhaltigkeitsberichtsstandard an. Betroffen sind Unternehmen der Größenklassen XS, S und M mit 1 bis 999 Beschäftigten.
Die Wirkung ist doppelt: Das formale Alignment wird im Reporting-Indikator angerechnet und schlägt damit auf alle vier Themen durch — Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Zusätzlich erhalten diese Unternehmen eine VSME-Stärke in allen vier Themen. Voraussetzung ist, dass der Bericht die im VSME definierten Compliance-Anforderungen erfüllt; eine bloße Orientierung am Standard genügt nicht.
Mit dem Q4-Update 2025 wurde die Anrechnung dann verfeinert: Unterschieden wird zwischen dem Basic Module mit elf Kernoffenlegungen und dem Comprehensive Module mit rund 140 Datenpunkten, aus denen sich zwei spezifische Stärken ergeben.
Praktische Konsequenz: Wer einen VSME-Bericht plant, sollte die Modulwahl nicht nur regulatorisch, sondern auch mit Blick auf das Rating treffen. Der Bericht zahlt zweimal ein — als Antwort auf Kundenanfragen und als Score-Beitrag im Reporting-Indikator.
Drei Änderungen, wirksam am 10. und 15. Juli 2026. Das Paket ist schlank, verschiebt aber den Erfolgsfaktor deutlich: weg von formaler Vollständigkeit, hin zu methodisch sauberer Evidenz bereits bei der Einreichung.
33.2 ist die folgenreichste Änderung. Select Check Up und Score Drop Consultation entfallen; an ihre Stelle tritt der Factual Error Check für alle Abonnementstufen. Er korrigiert Sachfehler, ersetzt aber keine fehlende Evidenz. Bemerkenswert ist der Bogen: Die Score-Drop-Consultation war mit Release 26.5 im Oktober 2024 für Großkonzerne erst eingeführt worden. Wer bislang darauf gesetzt hat, während der Analyse nachzuliefern, verliert diesen Puffer.
33.1 verlangt die Angabe, ob ein absolutes Scope-2-Reduktionsziel market-based oder location-based berechnet wurde. Laut EcoVadis ohne direkten Score-Effekt. 33.3 ergänzt die Scorecard um spezifischere Improvement Areas für Wasser, Biodiversität und Luftverschmutzung.
Das umfangreichste Paket im Register mit zwölf Änderungen. Vier davon sind für die meisten Unternehmen unmittelbar relevant: eine neue evidenzbasierte Frage zu physischen Klimarisiken mit Assessment und Anpassungsplan, die Aufnahme der Mitarbeiterfluktuation ins Thema Working Conditions, spezifischere Improvement Areas zum 21. Januar 2026 und das Country Risk Update mit Änderungen für Paraguay, Seychellen und Timor-Leste.
Hinzu kommen Klarstellungen zu externen Audits: Für GEN5004 verlangt EcoVadis Nachweise unabhängiger, akkreditierter Auditoren. Dokumente, die auditnah wirken, aber diese Anforderung nicht erfüllen, gelten als nicht valide. Nach unserer Erfahrung entstehen Scoreverluste häufiger durch solche Fehluploads als durch tatsächlich fehlende Maßnahmen — ein Muster, das wir im Beitrag zu sinkenden Scores bei gleicher Leistung beschrieben haben.
Neun Schwerpunkte, wirksam zum 30. Dezember 2025. Zwei verändern die Bewertungslogik strukturell.
Worker Voice als Realitätscheck. Ergebnisse aus Worker Voice Surveys und Worker Voice Connect fließen ein; bei Worker Voice Connect ist ein Schwellenwert von 50 Prozent oder mehr der remediable grievances relevant. Damit prüft das Rating nicht nur, ob Beschwerdemechanismen existieren, sondern ob sie genutzt werden. Vorbereitet wurde das durch Release 30.7, das die Maßnahme Third-party Worker Voice Survey überhaupt erst als Option einführte.
Konglomeratsregeln verschärft. Eine Bewertung auf Gruppenebene ist nur noch möglich, wenn eine einzelne Unternehmenssparte mehr als 51 Prozent des Umsatzes ausmacht. Welche Bewertungsebene sinnvoll ist, behandeln wir im Beitrag zum EcoVadis-Bewertungsrahmen.
Ergänzend: Ratings und Re-Assessments werden für Unternehmen mit Hauptsitz in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, Myanmar, South Sudan, Sudan und Yemen ausgesetzt, im Einklang mit OECD-Empfehlungen. Der 360° Watch erhält den Faktor Stakeholder Consensus, die ISIC-Klasse 4773 kommt hinzu.
Acht Änderungen unter 30.1 bis 30.8, alle wirksam zum 8. Oktober 2025 — ein Musterbeispiel dafür, dass die Quartalszuordnung nichts über den Wirksamkeitszeitpunkt sagt. Neben der VSME-Anerkennung und der neuen Worker-Voice-Maßnahme sind drei Änderungen praktisch relevant.
30.3 Endorsements aufgeräumt (Erhebung). 16 Optionen wurden wegen geringer Nutzung entfernt, sieben ergänzt und drei umbenannt — unter anderem heißt die Sustainable Apparel Coalition jetzt Cascale und NACD Responsible Distribution jetzt Alliance for Chemical Distribution. Wer eine entfernte Initiative deklariert hatte, verliert die Option bei der Neubewertung.
30.4 und 30.5 Materials, Chemicals & Waste (Erhebung). Maßnahmen zu Quecksilber wurden an die Minamata-Konvention, Maßnahmen zu persistenten organischen Schadstoffen an die Stockholm-Konvention angeglichen. Aus der Option zur Verwendung rückgewonnener Einsatzstoffe wird die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Materialien aus dem eigenen Betrieb. Für Bürobranchen verkürzt sich die Option auf Waste — bei den Reporting-Fragen für alle 44 als Office Activities eingeordneten Branchen.
30.6 Scrubber gestrichen (Score). Die Maßnahme Use of scrubbers to clean SOx exhausts entfällt für den Wassertransport (ISIC 501, 502, 5222), begründet mit der Umweltbelastung durch Waschwasser. Betroffene Reedereien verlieren eine bisher anerkannte Maßnahme und müssen sie ersetzen.
Drei Änderungen mit Wirksamkeitsdaten von April bis Juli 2025. Der Schwerpunkt liegt auf Begriffsschärfung und Vergleichbarkeit über Regionen hinweg.
29.1 Kriterium umbenannt (Erhebung). Aus Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion wird Diskriminierung und Belästigung. Aktionen zur Förderung der Lohngleichheit werden zu Aktionen zur Gewährleistung des gleichen Lohns für gleiche Arbeit; Bezugsgruppen für Minderheiten werden zu Ressourcen oder Selbsthilfegruppen, die allen offenstehen. Drei bisher getrennte Maßnahmen sind zu einer zusammengefasst. Neu ist eine Berichterstattungsoption zur Anzahl festgestellter Vorfälle und Korrekturmaßnahmen.
29.3 Ablehnungsgründe neu formuliert (Darstellung). Die Gründe bleiben unverändert, die Erklärungstexte wurden verständlicher gefasst. Bemerkenswert ist die Rückwirkung auf alle Scorecards seit August 2024: Wer eine ältere Scorecard erneut öffnet, liest andere Begründungen als bei der Erstzustellung — bei gleicher Bewertung.
29.2 Qualitätsfaktoren für KMU (Score). Unternehmen mit 26 bis 49.999 Beschäftigten erhalten nun Feedback zu drei Punkten unter GEN600: externe Prüfung der Berichterstattung, formale Ausrichtung an einem Berichtsstandard und durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse. Unzureichende Nachweise können sich laut EcoVadis auf die Punktzahl auswirken — daher die Einordnung als score-relevant, obwohl EcoVadis die Punkte für KMU als niedriger priorisiert bezeichnet. Zusammen mit Release 30.8 ergibt sich daraus ein klarer Hebel: Ein VSME-konformer Bericht bedient beide Anforderungen zugleich.
Sieben Änderungen unter 28.1 bis 28.7. Inhaltlich dominieren zwei Linien: Erleichterungen beim Nachweis und Angleichung an internationale Sorgfaltspflichten.
28.1 Dokumentenanforderungen gelockert (Erhebung). Die praktisch hilfreichste Änderung des Quartals. Schulungszertifikate eines Dienstleisters sind auch ohne Ihren Firmennamen zulässig, ebenso Auszüge und Exporte aus der EcoVadis-Plattform. Bei Excel-Dateien und Screenshots genügt es, wenn die Unternehmensdomain in der Webadresse erkennbar ist; alternativ ein Vertraulichkeitshinweis mit Firmenbezug. Zusätzlich entfallen das eindeutige Ausstellungsdatum und die Regel, dass ein Dokument mehr als einen Monat vor Einreichung ausgestellt sein muss. Unverändert gilt: Dokumente müssen dem Unternehmen gehören und bereits vorhanden sein — eigens erstellte oder plagiierte Unterlagen werden nicht berücksichtigt.
28.2 Nachhaltige Beschaffung an OECD angeglichen (Erhebung). Richtlinienfragen verlangen nun qualitative und quantitative Ziele. Bei den Maßnahmen wurden drei Optionen an die OECD-Leitlinien angeglichen; die inhaltlich relevanteste Erweiterung ist die Aufnahme von Beschwerdemechanismen für Lieferanten.
28.4 Pilot zur Wesentlichkeit (Score). Für Unternehmen ab 26 Beschäftigten in neun ISICs lassen sich einzelne Umweltthemen als nicht wesentlich erklären — Wasser, Luftverschmutzung, Produktverwendung, Produktlebensende, Kundengesundheit und -sicherheit. Wird das anerkannt, erfolgt keine Bewertung dafür. Weil ganze Kriterien aus der Bewertung fallen können, ist die Score-Wirkung erheblich — in beide Richtungen.
28.5 Menschenrechte externer Stakeholder (Score und Erhebung). Die umfangreichste Änderung des Quartals, angeglichen an CSDDD, OECD-Leitlinien und UN-Leitprinzipien, mit drei definierten Stakeholdergruppen. Zugleich verschieben sich Branchenrisiken: Landwirtschaft, Forst- und Holzwirtschaft, Fischerei, Bergbau sowie Finanzen und Investitionen von mittlerem auf hohes Risiko; Erfrischungsgetränke und Mineralwasser von keinem auf mittleres. Umgekehrt entfällt das Kriterium für Bauausbau (433, 439), Pharma (21), Waffen und Munition (252) und sonstiges Sozialwesen (889). Wer in einer aufgewerteten Branche tätig ist, sollte diese Änderung als erste prüfen.
Sieben Änderungen unter 27.1 bis 27.7, mit Wirksamkeitsdaten von September 2024 bis März 2025. Zwei davon sind Grundsatzentscheidungen.
27.4 Sieben Core Principles werden vier Scoring Principles (Score). Die Bewertung von 360° Watch Findings wurde grundlegend neu gefasst und an die OECD-Sorgfaltspflichten sowie die CSDDD angeglichen. An die Stelle der bisherigen sieben Prinzipien treten vier: Scale (Ausmaß des Schadens), Scope (Dauer, Häufigkeit, geografische Reichweite, Zahl der Betroffenen), Remediability (Wiederherstellbarkeit) sowie Aggravating and Mitigating Factors mit den Unterpunkten Proportionalität, Verantwortlichkeit und Finalität. Nach Angaben von EcoVadis wurden dazu über 4.000 Datenpunkte im Scoring-Raster revidiert. Neu ist vor allem, dass Wiederherstellbarkeit und Verantwortlichkeit innerhalb von Liefer- und Wertschöpfungsketten explizit gewichtet werden.
27.7 Metric Data Reliability (Score). Angekündigt zum 3. März 2025, dann mit Release 28.3 verschoben. Kennzahlendaten werden in drei Zuverlässigkeitsstufen eingeordnet: hohe und moderate Zuverlässigkeit führen zu einer Stärke, begrenzte Zuverlässigkeit zu einem Verbesserungsbereich. Maßgeblich sind unabhängige Prüfung, klar definierter Berichtsumfang, Einhaltung von Berichtsstandards und transparente Beschreibung der Berechnung. Damit wurde bereits Anfang 2025 angelegt, was spätere Releases fortsetzen: Nicht die Existenz einer Kennzahl zählt, sondern ihre Belastbarkeit.
27.3 Working Conditions überarbeitet (Score und Erhebung). Neu aufgenommen wurden Aktionen zur Gewährleistung angemessener Löhne und zur Steuerung von Arbeitszeit und Überstunden. Entfallen sind Mitarbeiterbeteiligungsprogramme und erfolgsabhängige Bonussysteme — beides gilt nicht mehr als Beitrag zur Risikominderung. Das bisherige Zwei-Wege-Kommunikationssystem wurde zum Grievance Mechanism on working conditions umbenannt, mit einer neuen Mindestanforderung: Zwei von drei Elementen müssen erfüllt sein — Zugänglichkeit, Schutz vor Repressalien, Vertraulichkeit.
27.2 und 27.1 vereinfachen den Fragebogen (Erhebung). Für Großunternehmen ab 1.000 Beschäftigten entfällt das Kriterium Anticompetitive Practices im Fragebogen; bewertet wird es nun über den 360° Watch. In der Rechts- und Beratungsbranche (ISIC 69, 70) entfallen die Pro-Bono-Optionen, weil Philanthropie außerhalb des Bewertungsrahmens liegt. Ergänzend vereinheitlicht 27.6 den Fragebogen-Wortlaut über vier Indikatoren und alle Themen.
Sechs Änderungen unter 26.1 bis 26.6. Drei wirken bis heute nach.
26.6 Themen-Scores ohne Rundung (Score), ab 1. Januar 2025. Statt eines auf Zehnerschritte gerundeten Werts zeigt die Scorecard den exakten Themen-Score — also 52 statt 50. Das kann das Gesamtergebnis in beide Richtungen bewegen und macht kleine Verbesserungen zwischen zwei Bewertungen erstmals sichtbar.
26.5 Eigener Prozess für Großkonzerne (Score). Für Unternehmen ab 50.000 Beschäftigten wurden die Scoring-Prinzipien für Policies und Measures verschärft und die Score-Drop-Consultation eingeführt — jene Vorabinformation bei deutlichem Score-Verlust, die Release 33.2 im Juli 2026 wieder abgeschafft hat.
26.3 und 26.4 erweitern die zulässigen Belege (Erhebung). Der Ablehnungsgrund Legal Compliance Document entfällt: Dokumente, die für regulatorische Zwecke erstellt wurden, sind seither als Nachweis nutzbar, sofern die übrigen Kriterien erfüllt sind. Und Tarifverträge gelten nicht mehr nur für den Sozialdialog als Beleg, sondern für alle darin behandelten Themen — etwa Überstundenvergütung. Vorausgesetzt ist ein Vertrag auf Unternehmensebene, nicht auf Branchen- oder nationaler Ebene.
Über die im Register erfassten Quartale ergibt sich eine klare Linie, und sie ist für die Vorbereitung wichtiger als jede Einzeländerung: EcoVadis verschiebt den Hebel systematisch von der Existenz einer Maßnahme zu ihrer belegbaren Wirkung. Bemerkenswert ist, dass die Bewegung in zwei Richtungen läuft. Bei der Form der Nachweise wird EcoVadis nachsichtiger — Release 26.3 erlaubt Regulierungsdokumente, 26.4 Tarifverträge, 28.1 baut Formalhürden ab, die viele Unternehmen unnötig Punkte gekostet haben. Bei der Substanz wird es strenger: 27.7 führt Zuverlässigkeitsstufen für Kennzahlen ein, 27.3 verlangt Mindestelemente für Beschwerdemechanismen, Worker Voice prüft die tatsächliche Nutzung, GEN5004 echte Auditnachweise.
Zweitens wird der Fragebogen gezielt entlastet, nicht nur erweitert. 27.1 entfernt Pro-Bono-Optionen, 27.2 nimmt Großunternehmen ein ganzes Kriterium ab, 28.4 erlaubt die Abwahl nicht wesentlicher Umweltthemen, 30.5 verkürzt Optionen für Bürobranchen. Wer den Fragebogen als monoton wachsend wahrnimmt, übersieht diese Gegenbewegung — und beantwortet Fragen, die längst nicht mehr gestellt werden müssen.
Drittens gewinnt an Bedeutung, wer in welcher Branche und Größenklasse bewertet wird. 28.5 hat ganze Branchen höher eingestuft, 30.6 einer Branche eine anerkannte Maßnahme genommen, 26.5 einen eigenen Prozess für Großkonzerne geschaffen, 30.8 eine Score-Chance ausschließlich für Unternehmen bis 999 Beschäftigte eröffnet. Die eigene ISIC- und Größenzuordnung ist damit kein Verwaltungsdetail, sondern ein Stellhebel. Wie sich das im Rating konkret niederschlägt, ordnen wir im Rahmen unserer EcoVadis-Beratung ein; die Grundlagen der Bewertungslogik erklärt der Beitrag zum EcoVadis-Rating am Beispiel der Silbermedaille.
Dieses Register wird nach jedem EcoVadis-Release fortgeschrieben. Wer die Entwicklung strukturiert verfolgen will, findet hier den jeweils aktuellen Stand an einer Stelle.
Paulin Streit ist Beraterin bei Five Glaciers Consulting und begleitet Unternehmen bei EcoVadis-Bewertungen, Scorecard-Analysen und der Vorbereitung von Nachweisstrategien. Fragen zu diesem Beitrag beantwortet sie unter paulin.streit@fiveglaciers.com.

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